verworren.

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confused
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being
creative
ähnelt T.Marlies Wohnzimmer. Ich glaube als ich 6 war, habe ich entschieden, dass es mein Lieblingshaus ist.

ähnelt T.Marlies Wohnzimmer. Ich glaube als ich 6 war, habe ich entschieden, dass es mein Lieblingshaus ist.

(Source: cheynesaw, via thecoastaltheory)

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by mahret kupka; aus ihrem blog, den ich erst vor 2 Sekunden entdeckt habe und mir trotzdem aus dem Herzen spricht.

Es ist schwierig mit der Liebe in der Moderne, so wie überhaupt in der Moderne alles anders ist, als es vorher war. Wir uns nun alle mit Depressionen herumschlagen, die im Alltagssprech verniedlicht als “Burn-Out” daherkommt, sich die Topologie der Gewalt ins uns selbst verlagert hat. Und ich denke, nein, ich mache da nicht mehr mit. Die Depression ist die Krankheit des Individuums, das sich scheinbar von den Verboten emanzipiert hat, das aber durch die Spannung zwischen dem Möglichen und dem Unmöglichen zerrissen wird, schreibt Alain Ehrenberg in Das erschöpfte SelbstDie Depression ist die Tragödie der Unzulänglichkeit. Sie ist der vertraute Schatten des führungslosen Menschen, der des Projeks, er selbst zu werden, müde ist. Das Unangenehme an dem Projekt ist, dass dem Menschen heute keine andere Möglichkeit mehr bleibt. Es ist sozusagen seine Pflicht, er selbst zu sein, ein modernes, individuelles, selbstbestimmtes Selbst. Ein Subjekt, das sich aus Kategorien zusammensetzt, die es in dem Sinne nicht mehr gibt. Was ist überhaupt das Selbst, was ist ein Individuum, was ist Identität? – die großen Fragen der Moderne… Und wie kann man in diesem dichten Wald der Unsicherheiten über das Ich, überhaupt ein Du entdecken?

Die Liebe tut weh, so kann man Illouz zusammenfassen, weil das Scheitern, die Zurückweisung, immer als eine Ablehnung der Person verstanden werden muss. Man konstituiert sich nicht aus umgebenden Strukturen, sondern aus dem Zusammenspiel zwischen Ich und Du. Der moderne Mensch wird zum Individuum in der Beziehung zum Anderen. Die Grenze macht ihn zu einem Selbst. Insofern mag die große Einsamkeit, die man in sich spürt, ein modernes Phänomen sein. Und die Sehnsucht nach Liebe, eine Sucht nach sich selbst, nach dem Selbst im anderen. Aber ist das dann überhaupt “Liebe”?  Oder ist Liebe nicht vielmehr das Spüren des Selbst NEBEN dem Anderen und nicht IM Anderen…!? Ich liebe mich NEBEN Dir als Synomym für Ich liebe Dich. In jedem Fall verspricht es “Kontrolle” – ohne dass ich das an diesem Punkt negativ meine. So bin ich der Ablehnung nicht mehr machtlos ausgeliefert, sondern bin selbst längst gegangen, weil ich aufgehört habe mich selbst zu lieben. Freilich lässt sich das nicht steuern, aber gibt einem das nicht schon ein etwas besseres Gefühl? Ich liebe micht nicht mehr NEBEN Dir, daher gehe ich… Es könnte alles so einfach sein.

Die Silvesternacht verbrachte ich mit meinen Eltern hinter verschlossener Balkontür in einer kleinen hessischen Stadt. Mein Hund saß entspannt hinter uns auf dem Teppich während wir mit unseren Sektkelchen gefüllt mit billigem Champagner in der Hand dabei zuschauten, wie die Nachbarn ihr Weihnachtsgeld in Form von privatem Feuerwerk in die erste Nacht des neuen Jahres verjubelten.Ich wünsche mir für Dich, dass Du in diesem Jahr endlich zur Ruhe kommst, sagte meine Mutter und ich frage mich, ob ich das überhaupt möchte, ob ich nicht anfange diese Ruhelosigkeit zu lieben, anzunehmen, als zu mir gehörig, mir als Kind der Moderne. Alain Ehrenberg schreibt an anderer Stelle: Das Recht, sich sein Leben zu wählen, und der Auftrag, man selbst zu werden, verortet das Individuum in einer ständigen Bewegung. Damit stellt sich freilich das Problem der regulierenden Grenzen zur Aufrechterhaltung der inneren Ordnung anders als vor der Moderne in Disziplinar- oder Souveränitätsgesellschaften wo es eher um die Suche kleiner Freiheitsnieschen in großen Abhängigkeitssystemen ging. Heute sind wir frei, so frei, dass wir beginnen ob des Orientierungsverlusts an dieser Freiheit zu leiden. Kein Gott, kein König, keine Mama, kein Papa, nur die Werbung als Gradmesser, mit der ständigen Angst vor dem Verlust des Geldes und dem damit einhergehenden Verlust der Möglichkeiten. Denn im Grunde geht es doch darum — ich kann mich nicht entscheiden, weil mir niemand mehr verbindlich sagt, was es ist, dass ich brauche, daher möchte ich mir vorsichtshalber alle Möglichkeiten offen halten. Dabei ist es gerade dieses Entscheiden-Können, was einen Menschen zu einem modernen Menschen macht: Das ideale Individuum wird nicht mehr an seiner Gefügigkeit gemessen, sondern an seiner Initiative.

In der Werkstatt, die die zerschlagene Scheibe des Autos meiner Mutter reparierte, traf ich einen früheren Freund meines Bruders. In diesen kleinen Städten kennt man sich. Er arbeitet dort als Glaser. Meine Mutter erzählte mir später, dass er sich ein wenig schämen würde dafür, dass er einen gewöhnlichen Weg ging, während mein Bruder, sein damals bester Freund, nach dem Abitur ein Studium begann und nun beginnt in der Pharmaindustrie Karriere zu machen. Ich weiß nicht ob das stimmt oder ob das etwas ist, was meine Mutter annimmt. Was auch immer es ist, ich merkte nur, dass mich das alles gar nicht interessiert, dass ich mich für ihn freute, als er es mir erzählte, dafür, dass er die Entscheidung getroffen hatte, dieses Leben zu leben, dass er Vater eines kleinen Mädchens ist und dass er strahlte, als er es mir erzählte.

Es ist Zeit, das Problem der Emanzpation mit einem Minimum an historischem und praktischem Sinn anzugehen, statt in Selbstmitleid zu vergehen. Das klingt nicht wie der schlechteste Vorsatz für ein neues Jahr, für ein neues Leben, vielleicht…

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(Source: stable, via thecoastaltheory)

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